Liquiditätshilfen

Liquiditätshilfen für Unternehmen, Selbstständige, Start-ups und Studenten

Einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme des Landes und des Bundes für die Wirtschaft (Stand: 22.05.2020) über Soforthilfen, Liquiditätshilfen, Stabilisierungsmaßnahmen und Unterstützungspakete für Start-ups finden Sie hier.
Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat eine Reihe von Förderprogrammen aufgelegt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Das Förderportfolio finden Sie in der Broschüre „Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg in der Corona-Krise“.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Coronavirus-Pandemie. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Euro stellt er Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. Der WSF richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte.

Um Mittel aus dem WSF zu erhalten, müssen zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt sein:
• mehr als 43 Millionen Euro Bilanzsumme
• mehr als 50 Millionen Euro Umsatz p. a.
• mehr als 249 Beschäftigte

Auch kleinere Unternehmen und Start-ups sind nicht ausgeschlossen, sofern ihr Erhalt von besonderer Bedeutung ist.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW

Informationen zum

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern
  • Ab 15.04.2020 können Sie bei Ihrer Hausbank den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Die Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums finden Sie hier.
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro
  • Weitere Unterstützung für Unternehmen von Bund und Ländern
  • Antworten auf häufige Fragen

finden sie hier.
Für alle Programme gilt das Hausbankprinzip.
Das Merkblatt "Unternehmen in Schwierigkeiten" der KfW finden Sie hier.


L-Bank

Informationen zu

  • Liquiditätskredit
  • Liquiditäskredit Olus ab 01.06.2020
    Der Liquiditätskredit Plus verbindet das Förderdarlehen mit einem Tilgungszuschuss und bei Bedarf mit einer Coronahilfe-Bürgschaft von Bürgschaftsbank oder L-Bank.
  • Gründungsfinanzierung/Wachstumsfinanzierung
  • Weiterbildungsfinanzierung 4.0
  • Innovationsfinanzierung 4.0
  • Landwirtschaft – Liquiditätssicherung

finden Sie hier.

Für alle Programme gilt das Hausbankprinzip.

Die L-Bank informiert zu Tilgungsaussetzungen in der Corona-Krise für Gewerbliche Darlehen, Wohnungsbaudarlehen und Landwirtschaftliche Darlehen im Hausbankenverfahren in diesen FAQs. Anträge sind bis zu 10 Bankenarbeitstagen vor Fälligkeit über die Hausbank bei der L-Bank einzureichen, spätestens aber zum 17.09.2020.


Bürgschaften

Wenn eine Hausbank auf Grund fehlender Sicherheiten nicht in der Lage ist, einem betroffenen Unternehmen einen Liquiditätskredit/Betriebsmittelkredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können Bürgschaftsbank oder L Bank bis zu 80 Prozent des Risikos abnehmen. Die Zuständigkeit in der Bearbeitung von Bürgschaftsanfragen mittelständischer Unternehmen gestaltet sich wie folgt:

Für alle Programme gilt das Hausbankprinzip.

Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal www.ermoeglicher.de  können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung (bis max. 125.000 Euro) kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten. Pressemitteilung vom 9. Juli 2020.


Beteiligungsfonds für den Mittelstand

Die Landesregierung hat am 28. Juli 2020 die rechtliche Grundlage zur Errichtung eines baden-württembergischen Beteiligungsfonds geschaffen. Ziel des Beteiligungsfonds ist es, das Eigenkapital kleiner und mittlerer Unternehmen während der Corona-Krise zu stärken. Baden-Württemberg wird sich dafür vorübergehend an Unternehmen beteiligen. Der Beteiligungsfonds richtet sich gezielt an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern, die für die baden-württembergische Wirtschaft eine besondere Relevanz haben. Voraussetzung für die Beantragung des Beteiligungsfonds ist unter anderem ein ausgewiesener Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr. Die Mindestbeteiligungshöhe pro Unternehmen soll 800.000 Euro betragen.

Unternehmen, die den Beteiligungsfonds Baden-Württemberg in Anspruch nehmen, sollen insbesondere einen Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsketten und zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten. Im Einzelfall können auch größere Unternehmen, die für die Wirtschaftsstruktur im Land besonders relevant sind, Zugang zum Beteiligungsfonds erhalten. Über die Stabilisierungsmaßnahmen entscheidet der Beteiligungsrat. Dieser besteht aus je zwei Vertretern des baden-württembergischen Finanzministeriums und Wirtschaftsministeriums. Diese müssen einstimmig entscheiden. Der Beteiligungsfonds durchläuft im nächsten Schritt das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren und benötigt die Zustimmung der Europäischen Kommission.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Hotlines

Wirtschaftsförderung:  Tel: 0711 1 22-2345 / Fax: -2674 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bürgschaften Tel: 0711 122-2999 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Landwirtschaftsförderung Tel: 0711 122-2666 / Fax: -2674 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eine Übersicht und weiterführende Links zu Informationen rund um Förderungen und Hilfsangebote finden Sie hier.


Schulterschluss aller regionalen Kreditinstitute – Liquiditätshilfe à la Hohenlohe.

Für bestehende Darlehen, deren Tilgungsbelastungen aufgrund der Corona-Krise vorübergehend nicht zu leisten sind, bieten die Kreditinstitute im Hohenlohekreis (Raiffeisenbank Hohenloher Land eG, Sparkasse Hohenlohekreis, Volksbank Hohenlohe eG, Volksbank Krautheim eG) eine kostenfreie Tilgungsaussetzung bis zum 30.09.2020 an. Anträge hierzu können ab sofort formlos, gerne per E-Mail oder telefonisch, an den jeweiligen Kundenberater gerichtet werden. Darüber hinaus können ab sofort schnell und unbürokratisch die Förderdarlehen der L-Bank und der KfW beantragt werden. Die eigene Hausbank ist auch für staatliche Hilfen erster Ansprechpartner für alle Betroffenen.


Start-up BW Pre-Seed

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau plant, sein bewährtes Instrument zur Frühphasenförderung von Gründungsvorhaben „Start-up BW Pre-Seed“ wegen der Corona-Krise auszuweiten und krisengeschüttelte Start-ups ebenfalls kurzfristig mit einem rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro zu fördern. Zur Unterstützung solle das bundesweit einmalige und stark nachgefragte Programm „Start-up Bw Pre-Seed“ ausgeweitet werden. Auch Start-ups, die schon die erste Phase – die so genannte Pre-Seed-Phase – hinter sich haben, aber aufgrund der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, sollen Unterstützung erhalten, vorausgesetzt, sie sind nicht älter als fünf Jahre. Das Programm ist ein zentraler Bestandteil der Landeskampagne „Start-up BW“ des Wirtschaftsministeriums und wird von der L-Bank, der Förderbank des Landes Baden-Württemberg, betreut. Die Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW vom 01.04.2020 finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Programm und eine Übersicht der bereits am Programm teilnehmenden Start-ups finden Sie hier.


Mezzanine-Beteiligungsprogramm zur Unterstützung junger und mittlerer Unternehmen

Mit dem Mezzanine-Beteiligungsprogramm sollen vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen unterstützt werden.  Die L-Bank vergibt die Mittel an akkreditierte Finanzintermediäre, die die Mittel in Form von Wandeldarlehen, Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall an die Unternehmen ausreichen können.  Davon trägt 70 Prozent der Bund, 20 Prozent das Land und 10 Prozent die Finanzgesellschaft, die als Intermediär die Beteiligung oder das Finanzierungsgeschäft umsetzt. Das Programm ergänzt das Hilfsprogramm „Start-up BW Pro-Tect“, indem es eine Folgefinanzierung für betroffene Jungunternehmen bietet.

Pressemitteilung vom 09. Juli 2020


Start-up BW Pro-Tect

Durch die Corona-Pandemie haben Gründerinnen und Gründer verstärkt mit ausbleibenden Finanzierungsrunden und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Damit innovative und aussichtsreiche Gründungsvorhaben und Start-ups durch die Corona-Krise nicht verloren gehen, weitet das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die bewährte Frühphasenförderung Start-up BW Pre-Seed aus und schafft das Förderprogramm "Start-up BW Pro-Tect". Ziel des Förderprogramms ist es, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Die Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW vom 01.04.2020 finden Sie hier.

Weitere Informationen für von der Corona-Krise betroffene Start-ups finden Sie hier.


Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen und Aufstockung des Nothilfefonds der Studierendenwerke

Studierende können ab Anfang Mai bei der KfW ein zinsloses Darlehen beantragen. Das zinslose Darlehen hat eine Höhe von bis zu 650 Euro im Monat. Das Darlehen kann unbürokratisch online beantragt werden. Der BW-Nothilfefonds bietet eine Möglichkeit der Zwischenfinanzierung für Studierende, die die bestehenden Hilfs- und Fördermöglichkeiten nicht oder in nicht ausreichendem Maße ausschöpfen können. Anträge können bei den zuständigen Studierendenwerken gestellt werden, die über die Anträge auch entscheiden.