Risikogruppen

Bei manchen Personengruppen kann die Coronainfektion besonders schwer verlaufen. Zu diesen sogenannten Risikogruppen zählen laut Robert-Koch-Institut (RKI):

  • ältere Menschen ab 50/60 Jahren
  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Herzkreislaufstörungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Leber-, Niere- oder Krebserkrankungen – unabhängig vom Alter
  • ältere Menschen mit Grunderkrankungen
  • Menschen mit unterdrücktem Immunsystem (also einer Immunschwäche)
  • Menschen, die gewisse Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken (wie z.B. Cortison)
  • Laut RKI haben nach aktuellem Stand zwei Personengruppen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf: Schwangere (nach bisherigen Erkenntnissen aus China), Kinder

Informationen für ältere Menschen und Risikogruppen:

Wie kann ich mich schützen?
Grundsätzlich sollten Risikogruppen wenn möglich zuhause bleiben. Die Zimmer sollten regelmäßig gelüftet werden. Neben den allgemeinen Hygienetipps, wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, sollten Risikogruppen unbedingt Abstand zu anderen Personen halten.

Darf ich die Wohnung oder das Haus verlassen?
Generell ist es erlaubt, das Haus zu verlassen. Gartenarbeiten, Spaziergänge oder Radtouren an der frischen Luft sind möglich. Es sollte darauf geachtet werden, nicht mit Menschen in näheren Kontakt zu treten. Zum Beispiel sollte eine Pause auf der Parkbank mit anderen unterlassen werden. Auch ein „Schwätzchen“ mit dem Nachbarn sollte nur im sicheren Abstand von mindestens zwei Metern abgehalten werden.

Wie komme ich an Lebensmittel?
Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn sollten gefragt werden oder sich anbieten die Einkäufe für Großeltern, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu übernehmen. In vielen Städten und Gemeinden gibt es auch Ehrenamtliche, die Einkäufe übernehmen. Die Hilfsangebote der einzelnen Gemeinden finden Sie weiter oben auf unserer Homepage.

Darf ich noch zu meinem Hausarzt?
Alle aufschiebbaren Arztbesuche wie zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen oder Gesundheitschecks sollten unbedingt verschoben werden. Rezepte können meist auch telefonisch angefordert werden.

Informationen zum Kontakt von Großeltern und Enkeln:

In vielen Familien sind die Großeltern fester Bestandteil bei der Kinderbetreuung: Doch genau diese Hilfsbereitschaft könnte in Zeiten von Corona zum Verhängnis werden. Denn: Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gehören zur Risikogruppe. Da gut die Hälfte der Infizierten – insbesondere Kinder - keinerlei Symptome aufweisen und gar nicht wissen, dass sie infiziert sind, ist die Gefahr groß, dass Großeltern angesteckt werden.

Wie kann man Großeltern schützen?
Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass sie vorerst darauf verzichten sollten, ihre Großeltern zu besuchen. Stattdessen sollte der Kontakt über das Telefon, Videoanrufe, soziale Medien oder Briefe schreiben gehalten werden. Auch auf Familienfeiern sollte unbedingt verzichtet werden.

Informationen vom Bundesministerium für Gesundheit für Risikogruppen finden Sie hier.