Kontaktpersonen

Hier finden Sie das Merkblatt des Robert Koch-Instituts zur Kontaktpersonennachverfolgung.

  • Wann ist man eigentlich Kontaktperson? 
    Kontaktpersonen sind Personen, die mit einem bestätigten Fall von COVID-19 Umgang hatten. Bestand ein enger Kontakt („Face to Face“) von mindestens 15 Minuten z.B. im Rahmen von Gesprächen oder Besprechungen, liegt ein erhöhtes Infektionsrisiko vor. Auch Personen, die mit dem Erkrankten im selben Haushalt leben, haben ein hohes Infektionsrisiko. 
    Hatte jemand diesen engen direkten Kontakt mit einem Erkrankten, wird er als Kontaktperson der Kategorie 1 „K1“ bezeichnet. Derjenige, der mit einer K1-Person in Kontakt war, wird als K2-Person bezeichnet und so weiter. Bei K2 und K3-Personen ist das Infektionsrisiko nicht mehr so hoch.
    K1-Personen sind nach einer vom Hohenlohekreis erlassenen Allgemeinverfügung verpflichtet, sich 14 Tage lang, gerechnet ab dem letzten Kontakt mit dem Erkrankten, in häusliche Quarantäne zu begeben. Das Gesundheitsamt teilt in einem Schreiben auch das Ende der Quarantänezeit mit.

  • Wie erfahre ich, ob ich Kontaktperson bin? 
    Jeder positiv getestete Patient muss dem Gesundheitsamt eine Liste mit seinen direkten Kontaktpersonen abgeben. Das Gesundheitsamt informiert diese Personen schriftlich darüber, dass sie mit einem Erkrankten Kontakt hatten und sich ab sofort in Quarantäne begeben müssen. 

  • Ich bin Kontaktperson, weiß aber nicht von wem? 
    Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen keine Namen der bestätigten Personen nennen dürfen. Die Kooperation mit den erkrankten Personen läuft sehr gut. Es wird von den Betroffenen zur Nachvollziehbarkeit neben dem Kontaktdatum auch kurz skizziert, um was für einen Kontakt es sich gehandelt hat (Bsp. Wohngemeinschaft, Fußballtraining, Arbeitskollege).

  • Warum muss ich als Kontaktperson überhaupt in häusliche Isolierung? Ich bin doch nicht krank.
    In den meisten Fällen weiß man nicht, ob man selbst oder jemand in seinem Umfeld infiziert ist, da jeder unterschiedlich auf das Virus reagiert. Auch die Erkrankung tritt innerhalb verschiedener Zeiträume auf. Die Symptome verlaufen bei jedem anders, das reicht von wenigen bis gar keinen Beschwerden bis hin zu schwerster Symptomatik.

  • Was muss ich als Kontaktperson besonderes beachten? 
    Im Haushalt sollte nach Möglichkeit eine zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern beachtet werden. Eine „zeitliche Trennung“ kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine „räumliche Trennung" kann z.B. dadurch erfolgen, dass sich die Kontaktperson in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhält. Ebenfalls ist häufiges Händewaschen und die Einhaltung einer Husten- und Niesetikette Pflicht.
    Alle Kontaktpersonen müssen ebenfalls ein Tagebuch führen, welches sie mit der Mitteilung vom Gesundheitsamt erhalten. Dadurch kann schnell reagiert werden, wenn klassische COVID-19-Syptome auftreten.

  • Ich bin Kontaktperson und habe gleich mehrere Mitteilungen mit unterschiedlichen Zeiträumen bekommen?
    Im Hohenlohekreis herrscht ein reges Vereins- und Ehrenamtsleben. Daher kommt es nicht selten vor, dass man mit mehreren erkrankten Personen zu unterschiedlichen Zeiträumen Kontakt hatte. Maßgeblich ist dann der späteste Termin, zu dem die häusliche Absonderung endet.

  • Ich bin Kontaktperson und habe eine Mitteilung bekommen, bei welcher das Enddatum aber bereits in der Vergangenheit liegt? 
    Sofern die Mitteilung nicht mehr als Nachweis, z.B. für den Arbeitgeber, benötigt wird, kann die Mitteilung ignoriert werden.

  • Ich bin Kontaktperson, habe aber keine Mitteilung bekommen?
    Personen, die der Ansicht sind, sie waren mit einem Erkrankten in Kontakt, nehmen bitte Kontakt zum Erkrankten oder dem Gesundheitsamt unter Tel. 07940 18-888 auf.