16.10.2020: Stellungnahme zum Umgang mit Corona-Schnelltestungen

Momentan gehen beim Gesundheitsamt des Hohenlohekreises vermehrt Anfragen zum Thema Corona-Schnelltestungen ein. Dazu gibt das Gesundheitsamt folgende Stellungnahme ab:

Aktuell werden immer häufiger Schnelltestgeräte zum Nachweis einer Corona-Infektion eingesetzt. Die Diagnostik des Geräts, das auf der Detektion von Virusbestandteilen basiert, erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Meldung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Bei einem positiven Schnelltest-Befund ist daher die sofortige Kontrolle mittels eines RT-PCR-Nachweises notwendig. Bis das RT-PCR-Ergebnis vorliegt, erfolgt zwar eine vorbeugende Absonderung der getesteten Person, es wird aber noch keine Quarantäne für die krankheitsverdächtige Person und deren Kontaktpersonen angeordnet. Dies erfolgt erst, wenn das positive Schnelltest-Ergebnis mit der RT-PCR-Methode bestätigt wurde – dann werden die Fallermittler im Gesundheitsamt tätig.

Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass die Aussagekraft der Schnelltest-Befunde für asymptomatisch infizierte Personen noch nicht bestätigt ist, da für diese Personengruppe bisher keine Daten vorliegen. Hier können die Schnelltestungen im Fall eines falsch-negativen Ergebnisses zu einem gefährlichen Sicherheitsgefühl führen, und im Fall eines falsch-positiven Befundes zu unnötiger Isolation und Verunsicherung der mutmaßlichen Kontaktpersonen.